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Ich gehe, aber wohin?

Aktuelle Ausstellung

Ich gehe, aber wohin?

Willkommen in der Eröffnungsausstellung des Paulusmuseums. Unser Namensgeber ist der heilige Paulus, unser Dom- und Bistumspatron . Für den Dom und für die Stadt Münster nimmt er eine bedeutende Rolle ein. In Deutschland ist der Münsteraner Dom die einzige Bischofskirche, deren Patron nur der Apostel Paulus ist.

Laufzeit

27. August 2026 bis 30. Mai 2027

Ort

Alter Steinweg 3, 48143 Münster

Eintritt

frei

gebuchte Führungen und Workshops gegen Gebühr

Öffnungszeiten

Mo–Sa, 12–18 Uhr

gebuchte Gruppen auf Anfrage ab 10 Uhr

sonntags und an Feiertagen geschlossen
geschlossen am 22.09.2026

Kapitelübersicht / Rundgang

PAULUSKOPF VOM ST.-PAULUS-DOM Münster, um 1235, Foto: privat
PAULUSKOPF VOM ST.-PAULUS-DOM Münster, um 1235, Foto: privat

Prolog

In sieben Ausstellungskapiteln widmen wir uns dem Apostel Paulus (*vor dem Jahr 10 n. Chr. in Tarsus/Kilikien; †nach 60 n. Chr., vermutlich in Rom). Er ist einer der wichtigsten frühchristlichen Missionare, auch wenn er Jesus zu dessen Lebzeiten nie begegnete. Wir erzählen, wer Paulus war, was er glaubte und wie er bis heute wirkt.

Zu den Exponaten

DER EVANGELIST LUKAS, Hermann tom Ring Öl auf Eichenholz, 1574 Bistum Münster, Katholische Kirchengemeinde Liebfrauen-Überwasser (Dauerleihgabe im LWL-Museum für Kunst und Kultur, Münster, Inv.-Nr. 931 LG), Foto:Sabine Ahlbrand-Dornseif
DER EVANGELIST LUKAS, Hermann tom Ring Öl auf Eichenholz, 1574 Bistum Münster, Katholische Kirchengemeinde Liebfrauen-Überwasser (Dauerleihgabe im LWL-Museum für Kunst und Kultur, Münster, Inv.-Nr. 931 LG), Foto:Sabine Ahlbrand-Dornseif

Kapitel 1 – Lukas und die Apostel

Das Leben Jesu wird in vier Berichten überliefert: den Evangelien. In allen Evangelien wird von einem besonderen Kreis an Begleitern Jesu berichtet. Dieser Kreis besteht aus zwölf Männern, den Aposteln. Jesus hat sich diese aus einer größeren Anhängerschaft an Jüngern ausgesucht. Paulus zählte nicht dazu.

Zu den Exponaten

Pluviale des Fürstbischofs Erich I. von Sachen-Lauenburg, Gewandstoff Anfang 16. Jahrhundert, Besätze nach 1510, Inv. Nr. U.90, ©St.-Paulus-Dom 2026, Domverwaltung, Foto: Dr. Michael Reuter
Pluviale des Fürstbischofs Erich I. von Sachen-Lauenburg, Gewandstoff Anfang 16. Jahrhundert, Besätze nach 1510, Inv. Nr. U.90, ©St.-Paulus-Dom 2026, Domverwaltung, Foto: Dr. Michael Reuter
GLASFRAGMENT MIT JUGENDLICHEM PAULUS, 5. Jahrhundert n. Chr., Glas/Schliffglas, Archäologisches Museum der Universität Münster, Inv.-Nr. 2476, © Archäologisches Museum der Universität Münster, Foto: Robert Dylka
GLASFRAGMENT MIT JUGENDLICHEM PAULUS, 5. Jahrhundert n. Chr., Glas/Schliffglas, Archäologisches Museum der Universität Münster, Inv.-Nr. 2476, © Archäologisches Museum der Universität Münster, Foto: Robert Dylka

Kapitel 2 – Meine jungen Jahre

Die Hauptquelle für das Leben des Paulus ist die Apostelgeschichte. Laut dieser stammt Paulus aus Tarsus, einer Handels- und Hafenstadt in der heutigen Türkei. Ihre Einwohnerzahl lag mit 300.000 ungefähr bei der des heutigen Münsters. Tarsus war römische Provinzhauptstadt.

Zu den Exponaten

OHNE TITEL (PAULUSSTURZ), Francois Ragot, nach Peter Paul Rubens, zwischen 1648–1657, Kupferstich, Domschatz Münster, Inv.-Nr. Gr.083, Foto: Dr. Michael Reuter
OHNE TITEL (PAULUSSTURZ), Francois Ragot, nach Peter Paul Rubens, zwischen 1648–1657, Kupferstich, Domschatz Münster, Inv.-Nr. Gr.083, Foto: Dr. Michael Reuter

Kapitel 3 – Damaskus: Wendepunkt meines Lebens

Paulus ist mit einem Gefolge auf dem Weg von Jerusalem nach Damaskus. Nach dem Tod des Stephanus möchte er dort Christus-anhänger verfolgen. Plötzlich wird er von einem gleißenden Licht geblendet.

Zu den Exponaten

Kapitel 4 – Ich gehe …

Wie bricht man auf, wenn das Ziel noch unbekannt ist? Wie findet man Orientierung, wenn das bisherige Leben auf den Kopf gestellt
wurde? Und wie wird aus einer Erfahrung ein neuer Anfang? Nach dem Damaskusgeschehen steht Paulus genau an diesem Punkt.

Zu den Exponaten

LARISSA, TRIOBOL Silbermünze „Persischer Münzfuß“ | Larissa (Griechenland), ca. 500–479 v. Chr. | Ruhr-Universität Bochum, Münzsammlung, Inv.-Nr. M 1159
LARISSA, TRIOBOL Silbermünze „Persischer Münzfuß“ | Larissa (Griechenland), ca. 500–479 v. Chr. | Ruhr-Universität Bochum, Münzsammlung, Inv.-Nr. M 1159
LARISSA, TRIOBOL Silbermünze „Persischer Münzfuß“ | Larissa (Griechenland), ca. 500–479 v. Chr. | Ruhr-Universität Bochum, Münzsammlung, Inv.-Nr. M 1159
LARISSA, TRIOBOL Silbermünze „Persischer Münzfuß“ | Larissa (Griechenland), ca. 500–479 v. Chr. | Ruhr-Universität Bochum, Münzsammlung, Inv.-Nr. M 1159

… meine Wege

Mit seiner Berufung beginnt für Paulus ein neuer Lebensweg.

Gemeinsam mit Barnabas wird er von der Gemeinde in Antiochia ausgesandt. Von hier aus bricht er zu drei großen Missionsreisen auf.

PAULUS TADELT PETRUS, Angelica Kauffmann, nach Guido Reni, um 1776, Kupferstich, Domschatz Münster, Inv.-Nr. Gr.085, Foto: Dr. Michael Reuter
PAULUS TADELT PETRUS, Angelica Kauffmann, nach Guido Reni, um 1776, Kupferstich, Domschatz Münster, Inv.-Nr. Gr.085, Foto: Dr. Michael Reuter

… und verkünde die Botschaft

Paulus hat maßgeblichen Einfluss auf die Ausbreitung der Christusbewegung. Bei seiner Mission verkündet er eine damals wegweisende Idee: Der Glaube an Christus steht allen Menschen offen. Herkunft, Sprache oder religiöse Tradition sollen niemanden ausschließen.

… meiner Vollendung entgegen

Paulus kehrt auf seiner dritten Missionsreise nach Jerusalem zurück. Dort gerät er in einen schweren Konflikt und wird festgenommen. Man wirft ihm vor, verbotenerweise einen Nichtjuden in den Tempel gebracht zu haben. Als römischer Bürger fordert Paulus sein Recht ein, den Fall vor den Kaiser zu bringen.

O. T. (ANDRIES VAN EERVELT), Volker Hermes, 2024, Acryl, Edding und div. Graffitimarker auf Nessel, im Besitz des Künstlers
O. T. (ANDRIES VAN EERVELT), Volker Hermes, 2024, Acryl, Edding und div. Graffitimarker auf Nessel, im Besitz des Künstlers
PHÖBE BEI PAULUS, Dietenberger Bibel, 1534 Bibelmuseum der Universität Münster, Dauerleihgabe
PHÖBE BEI PAULUS, Dietenberger Bibel, 1534 Bibelmuseum der Universität Münster, Dauerleihgabe

Kapitel 5 – Meine Sprache und ihre Wirkung

Paulus ist kein einsamer Prediger. Er ist Teil eines Netzwerks und zugleich seine treibende Kraft. Menschen begleiten ihn auf seinen Reisen, andere unterstützen ihn vor Ort.Seine Botschaft verbreitet sich über große Distanzen. Sie erreicht Städte und Gemeinden in ganz unterschiedlichen Kulturen.

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PERSONAL MATTER A.1, Katarina Kloppe, 2026 Textilien; Garn; Schreibmaschinentinte; Permanentmarker Im Besitz der Künstlerin, Foto: Katharina Kloppe
PERSONAL MATTER A.1, Katarina Kloppe, 2026 Textilien; Garn; Schreibmaschinentinte; Permanentmarker Im Besitz der Künstlerin, Foto: Katharina Kloppe
PERSONAL MATTER A.1, Katarina Kloppe, 2026 Textilien; Garn; Schreibmaschinentinte; Permanentmarker Im Besitz der Künstlerin, Foto: Katharina Kloppe
PERSONAL MATTER A.1, Katarina Kloppe, 2026 Textilien; Garn; Schreibmaschinentinte; Permanentmarker Im Besitz der Künstlerin, Foto: Katharina Kloppe

Kapitel 6 – Mein Vermächtnis

Woher wissen wir all das über Paulus? Seine originalen Briefe sind verloren. Aber wir haben frühe Abschriften und damit die ältesten Textzeugnisse des Neuen Testaments. Sie erzählen von Reisen und theologischen Auseinandersetzungen. Doch welche Texte fehlen? Wer hat sie kopiert, ausgesucht und als Teil des Bibeltextes anerkannt? Und wie überdauern Texte über Jahrhunderte in verschiedenen Sprachen und Kulturen?

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Goldenes Büstenreliquiar des Hl. Apostel Paulus, 3. Viertel 11. Jahrhundert, Inv. Nr. E.2, ©St.-Paulus-Dom 2026, Domverwaltung, Foto: Stephan Kube, D-48268 Greven
Goldenes Büstenreliquiar des Hl. Apostel Paulus, 3. Viertel 11. Jahrhundert, Inv. Nr. E.2, ©St.-Paulus-Dom 2026, Domverwaltung, Foto: Stephan Kube, D-48268 Greven
RELIQUIENBÜSTE DES HL. PAULUS, um 1220 Nussbaumholz, gefasst Domschatz Münster, Inv.-Nr. DK.2024.42 (Dauerleihgabe im LWL-Museum für Kunst und Kultur, Münster), Foto: Hanna Neander
RELIQUIENBÜSTE DES HL. PAULUS, um 1220 Nussbaumholz, gefasst Domschatz Münster, Inv.-Nr. DK.2024.42 (Dauerleihgabe im LWL-Museum für Kunst und Kultur, Münster), Foto: Hanna Neander

Kapitel 7 – Angekommen in Münster

Der Dom zu Münster hat ein ungewöhnliches Patrozinium. Als einziger in Deutschland steht der Dom unter der Schutzherrschaft allein des Apostels Paulus. Dieses Patrozinium lässt sich das erste Mal im Jahr 889 nachweisen. Für die damalige Zeit ist die Wahl ungewöhnlich. Nur zwei Bischofssitze in der damaligen christlichen Welt hatten zuvor ebenfalls Paulus gewählt.

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Digitale Angebote

Audio und Bild

Mediaguide
durch die Ausstellung

Entdecken Sie Paulus, seine Geschichte und ausgewählte Objekte aus dem Domschatz in neun kurzen Kapiteln. (D, E, NL)

Zum Mediaguide

Digital

Digitales Reisetagebuch
zu den Missionsreisen des Paulus

Begleiten Sie Paulus auf seinen (Missions-) Reisen durch das Römische Reich. Das Reisetagebuch finden Sie auch in der Ausstellung.

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Ausgewählte Exponate

@Marius Jacoby, Münster 2026

Münster

Pauluskopf vom St.-Paulus-Dom

Der hl. Paulus ist der Patron des Doms in Münster. Dieser trägt auch seinen Namen: St.-Paulus-Dom. Bereits früh setzte…

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GLASFRAGMENT MIT JUGENDLICHEM PAULUS, 5. Jahrhundert n. Chr., Glas/Schliffglas, Archäologisches Museum der Universität Münster, Inv.-Nr. 2476, © Archäologisches Museum der Universität Münster, Foto: Robert Dylka

Glasfragment mit jugendlichem Paulus

Bei dieser Scherbe handelt es sich um ein Randstück einer antiken runden Schliffglasschale. Durch Schleifen oder…

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Sturz des Paulus vor Damnaskus, Linker, innerer Altarflügel ehem. Hochaltars Gerhard Gröninger, Münster, 1619–1622, Münster, St.-Paulus-Dom, Foto: Stephan Kube, D-48268 Greven

Gerhard Gröninger (Entwurf und Bildhauerarbeiten, Farbfassung der Reliefs)

Sturz des Paulus vor Damaskus

Dieser Altarflügel befindet sich normalerweise im Dom. Er ist Teil des ehemaligen Hochaltars. Hier ist der linke…

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PAULUS TADELT PETRUS, Angelica Kauffmann, nach Guido Reni, um 1776, Kupferstich, Domschatz Münster, Inv.-Nr. Gr.085, Foto: Dr. Michael Reuter

Angelica Kauffmann nach Guido Reni

Paulus tadelt Petrus

Die Darstellung zeigt Petrus und Paulus im Gespräch. Erst auf den zweiten Blick wird deutlich, dass sie sich uneinig…

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O. T. (ANDRIES VAN EERVELT), Volker Hermes, 2024, Acryl, Edding und div. Graffitimarker auf Nessel, im Besitz des Künstlers

Volker Hermes

o. T. (Andries van Eervelt)

Paulus wird als Gefangener von Cäsarea nach Rom gebracht. Er weiß auf der Fahrt sein Schicksal in Gottes Händen.Auf See…

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PHÖBE BEI PAULUS, Dietenberger Bibel, 1534 Bibelmuseum der Universität Münster, Dauerleihgabe

Phöbe bei Paulus

Phöbe wird im Römerbrief als Diakonin und Unterstützerin der frühen Christen in Korinth beschrieben…

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Goldenes Büstenreliquiar des Hl. Apostel Paulus, 3. Viertel 11. Jahrhundert, Inv. Nr. E.2, ©St.-Paulus-Dom 2026, Domverwaltung, Foto: Stephan Kube, D-48268 Greven

Nordwestdeutschland

Goldenes Büstenreliquiar des hl. Paulus

Die Paulusbüste ist das älteste Paulusreliquiar des Doms. Gleichzeitig ist sie das älteste erhaltene Büstenreliquiar…

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RELIQUIENBÜSTE DES HL. PAULUS, um 1220 Nussbaumholz, gefasst Domschatz Münster, Inv.-Nr. DK.2024.42 (Dauerleihgabe im LWL-Museum für Kunst und Kultur, Münster), Foto: Hanna Neander

Reliquienbüste des hl. Paulus

Diese Holzbüste des Heiligen entstand zeitlich ziemlich genau zwischen der goldenen und der silbernen Paulusbüste des…

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Begleitprogramm

Führungen

öffentliche und private Führungen

Für Buchungsanfragen nutzen Sie bitte unser Kontaktformular.
Bei Fragen wenden Sie sich bitte gerne an: museumsfuehrungen@bistum-muenster.de
oder 0251 495-6709 / 6704.
Weitere Informationen folgen!

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Workshops

Workshops und Veranstaltungen

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Gefördert durch

  • Provinzial
  • Rudolf August Oetker Stiftung
  • Kunststiftung NRW
  • Renate König Stiftung
  • Paulus Stiftung
STURZ DES PAULUS VOR DAMASKUS, Linker, innerer Altarflügel ehem. Hochaltars Gerhard Gröninger | Münster, 1619–1622, Münster, St.-Paulus-Dom, Inv.-Nr. Do.Al.2, Foto: Stephan Kube, D-48268 Greven
STURZ DES PAULUS VOR DAMASKUS, Linker, innerer Altarflügel ehem. Hochaltars Gerhard Gröninger | Münster, 1619–1622, Münster, St.-Paulus-Dom, Inv.-Nr. Do.Al.2, Foto: Stephan Kube, D-48268 Greven