Ich gehe, aber wohin?
o. T. (Andries van Eervelt)
Volker Hermes
2024
Acryl, Edding und div. Graffitimarker auf Nessel
Im Besitz des Künstlers
Paulus wird als Gefangener von Cäsarea nach Rom gebracht. Er weiß auf der Fahrt sein Schicksal in Gottes Händen.Auf See gerät das Schiff in einen schweren Sturm und treibt wochenlang orientierungslos über das Meer. Schließlich zerschellt es vor Malta. Alle überleben und retten sich an Land. Der Weg nach Rom wird zur Grenzerfahrung zwischen
Leben und Tod.
Das Bild zeigt keinen konkreten Schiffbruch und auch nicht
Paulus. Die aufgewühlte See wird zum Hauptmotiv. Spürbar sind zugleich Gefahr und Orientierungslosigkeit, aber auch Hoffnung.
Die Szene bleibt offen und erhält symbolischen Charakter.
Sie verweist auf die vielen Strapazen, die Paulus auf seinen Reisen durchlebte. Er erlitt dabei mehrfach Schiffbruch. Dennoch ließ er sich
nicht davon abbringen, seinen Weg weiterzugehen. Der Schiffbruch vor Malta war ihm von einem Engel Gottes vorhergesagt worden. So kann er mitten im Sturm ruhig und zuversichtlich bleiben.
Das Gemälde ist eine zeitgenössische Interpretation nach Andries van Eertvelt (Schiffe im Sturm vor Felsenküste mit Schiffbruch, 1627, Suermondt-Ludwig-Museum, Aachen).