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Ich gehe, aber wohin?

Tarsische Münzen

ca. 164–27 v. Chr.

Bronze

Archäologisches Museum der Universität Münster, Inv.-Nrn. M 2913, M 1323

In Tarsus treffen unterschiedliche Traditionen und Einflüsse aufeinander. Dies spiegelt sich auch auf den Münzen der Stadt wider. Sie zeigen den lokal bedeutenden Gott Sandan (1) sowie den griechischen Gott Zeus (2).

Die Wurzeln von Sandan sind weder griechisch noch römisch. Sie verweisen auf östliche Einflüsse.

Seine Münze (1) zeigt auf seiner Rückseite einen Schrein des Sandan. Auf dem mit Girlanden verzierten Sockel steht ein Kultbild des Gottes. Rechts davon ist der Stadtname [Τ]ΑΡΣΕΩΝ / Tarsus zu lesen. Die Rückseite zeigt eine Göttin mit Mauerkrone, die Stadttyche (symbolisiert die Stadt als Göttin).

Eine andere Münze (2) zeigt den griechischen Gott Zeus. Zeus war der wichtigste der zwölf Götter des Olymps (Wohnsitz der Götter). Er sitzt und hält in der rechten Hand eine Figur der Siegesgöttin Nike. Seine linke Hand umfasst ein Zepter.

Auch hier findet sich der Stadtname ΤΑΡΣΕΩΝ / Tarsus. Die Rückseite zeigt eine Keule in einem Eichenkranz.

Zitat Strabon:

„So stark ist bei den Leuten hier der Drang zur Philosophie und der ganzen übrigen allgemeinen Bildung, dass sie Athen und Alexandrien übertreffen und jeden anderen Ort, den man sonst etwa noch nennen kann, in dem es Philosophieschulen und -Vorlesungen gibt.“ (Strabon, Geographika, Buch XIV, Kapitel 5, § 13)

Rekonstruktion der Weltkarte nach Strabon (18 n. Chr.) aus dem 19. Jahrhundert, 1883 Public domain, By Edward Bunbury / Strabo
Rekonstruktion der Weltkarte nach Strabon (18 n. Chr.) aus dem 19. Jahrhundert, 1883 Public domain, By Edward Bunbury / Strabo