The Outpouring of the Holy Spirit (Pentecost)
Die Ausgießung des Heiligen Geistes (Pfingsten)
Griechenland, Mitte 18. Jahrhundert
Eitempera auf Holz
Recklinghausen, Ikonen-Museum, Inv.-Nr. 348
Pfingsten gehört zu den ältesten Festen der Christenheit. Es wird am 50. Tag nach Ostern zum Gedenken an die Herabkunft des Heiligen Geistes auf die Apostel gefeiert. Dadurch erhielten sie die göttliche Macht, der Welt das Evangelium zu bringen. Gemäß der Schilderung des Pfingstereignisses in der Bibel wird der Heilige Geist als kleine Flamme über den Köpfen der Apostel wiedergegeben.
Die bärtige und gekrönte Gestalt in der schwarzen Höhle am unteren Bildrand ist als „Kosmos“ bezeichnet und verkörpert die alt gewordene Welt. Sie trägt zwölf Schriftrollen in einem Tuch, die für die Sprachen der Völker stehen, in denen die Apostel missionieren.
Obwohl die Anwesenheit der Muttergottes in der Apostelgeschichte nicht ausdrücklich erwähnt wird, wurde sie schon auf den frühesten Pfingstdarstellungen inmitten der Apostel wiedergegeben. Ihr herausgehobener Platz in der Mitte zwischen Petrus und Paulus macht deutlich, dass sie in diesem Zusammenhang als Verkörperung der Ecclesia, der an Pfingsten gegründeten Kirche, zu verstehen ist. (Objekttext des Ikonenmuseums Recklinghausen)