Ich gehe, aber wohin?
Reliquienmonstranz mit Blut-Reliquie des hl. Liudgers
Münster
um 1350
Silber, vergoldet; Bergkristall; Emaille
Domschatz Münster, Inv.-Nr. E.27
Um zu verhindern in Münster beerdigt zu werden, kündigt Liudger vor seinem Tod ein Blutwunder an. Dieses solle belegen, dass Gott seinen Wunsch unterstütze, in seinem Eigenkloster in Essen-Werden beerdigt zu werden. Festgehalten wird das Wunder in der bebilderten Vita Liudgers. Im Domschatz wird bis heute Blut des Liudgers verwahrt.
Die Blutreliquie selbst ist in der Reliquienmonstranz nicht zu sehen. Jedoch verweist ein von außen lesbarer Papierstreifen (eine sogenannte Cedula) auf die Reliquie: De Sanguine S. Ludgeri – Vom Blute des hl. Liudgers.
Vita Secunda Sancti Ludgeri
Werden, um 1000
Berlin, Staatsbibliothek, Inv. -Nr. Ms. Theol. Lat. Fol. 323
Fol. 20v