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Ich gehe, aber wohin?

Studie #3 zu „Jedes Kollektiv braucht eine Richtung“

Nadine Fecht

2012

76 Kugelschreiber auf Papier

Domschatz Münster, Inv.-Nr. Gr.251

Paulus gibt der jungen christlichen Bewegung eine neue Richtung. Gemeinsam mit seinen Weggefährten trägt er den Glauben weiter. Er öffnet ihn auch für Nichtjuden. Dies führt zu Diskussionen mit der Urgemeinde. Nadine Fecht regt an, uns zu fragen: Wie findet ein Kollektiv seinen Weg? Wie funktioniert Gemeinschaft?

Gemeinsam ringen die Vertreter der Jerusalemer Urgemeinde, darunter der Herrenbruder Jakobus sowie Petrus und Johannes, mit Paulus und Barnabas um die Zukunft der entstehenden Gemeinschaft. Zugespitzt gesagt streitet man beim sogenannten Apostelkonzil (um 48 n. Chr.) um die Frage „Wer darf mitmachen?“.

Am Ende steht ein Kompromiss: Nichtjuden müssen nicht das gesamte jüdische Gesetz übernehmen. Die Beschneidung und die jüdischen Speisevorschriften sind für sie nicht verpflichtend. Damit setzt sich Paulus weitgehend durch. Die Gemeinschaft öffnet sich über ihre jüdischen Wurzeln hinaus für Menschen aus allen Völkern.

Das Spannungsfeld zwischen individuellem Handeln und gemeinschaftlicher Entscheidungsfindung wird in dieser Arbeit
sichtbar. In welche Richtung bewegen wir uns heute – als Kirche und als
Gesellschaft?