Ich gehe, aber wohin?
Beschneidungsbuch des Meyer Spiegel und Hauskrippe
1835–1865 (Nutzungszeitraum)
Papier; Einband mit Goldprägungen verziert
Dorsten, Jüdisches Museum Westfalen, Inv.-Nr. JMW 90/050
Küster der Überwasserkirche / Schreiner Gausepohl / Frau Becker und ihre Weißnäherin
1840–1850
Bienenwachs
Telgte, Relígio Museum für religiöse Kultur, Inv.-Nr. 09-0150
Jesus wird als Jude geboren.Wie alle jüdischen Jungen wird er am achten Tag beschnitten. Auch Paulus ist als Jude beschnitten.
Die Brit Mila (Beschneidung) gehört bis heute zum jüdischen Leben. Teil dieser Krippe ist ein Mohel, der die Beschneidung professionell vollzieht.
Das Beschneidungsbuch dokumentiert diesen Ritus im 19. Jahrhundert.
Beide Objekte machen sichtbar, was für Juden seit vielen
Jahrhunderten selbstverständlich ist. Sie thematisieren in dieser Ausstellung einen Aspekt, über den die frühe Christusbewegung heftig streitet.