Ich gehe, aber wohin?
Dara Reaksmey, Rayon / lumière d‘étoile
Fabienne Verdier
2022
Acryl und Mischtechnik auf Leinwand
Courtesy Galerie Lelong, Paris, Inv.-Nr. W27265
Die Gemälde von Fabienne Verdier öffnen den Blick auf eine Welt jenseits des Sichtbaren. Sie gehen aus einer Serie von 76 sogenannten Rainbow-Paintings („Regenbogen-Gemälden“) hervor.
Verdier übersetzt das Thema der Erlösung durch Christus in eine zeitgenössische Bildsprache. Ein Übergang – aber wohin?
Verdiers Titel stammen aus verschiedenen Kulturen und Sprachen.
„Dara Reaksmey, Rayon / lumière d'étoile“ bedeutet
„Sternenlicht“. Es ist in Khmer aus Kambodscha geschrieben.
„Heimdall, Pôle du monde“ verweist auf die nordische
Mythologie.
Hier gilt Heimdall als Wächter zwischen den Welten. Durch den Kosmos ist alles miteinander verbunden. So entstehen Bilder von Ordnung, Bewegung und Übergängen im und ins Universum. Sie zeigen Kräfte im Fluss und Grenzen zu anderen Sphären. Verdier macht sichtbar, was sich nicht greifen lässt: Die Einheit der Schöpfung im Kosmos und die Hoffnung auf Vollendung.
Sie führt unterschiedliche Vorstellungen vom Jenseits aus verschiedenen Kulturen und Religionen zusammen und deutet so die gemeinsamen Fragen nach Sinn, Hoffnung und Erlösung an.