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Ich gehe, aber wohin?

Voice experiment, Breathe column, Trial n°7, Edith Wiens, soprano

Fabienne Verdier

Video 2,44 min

Courtesy Galerie Lelong, Paris, Inv.-Nr. W27263

Die Videoarbeit ist in Zusammenarbeit mit der Sopranistin Edith Wiens entstanden. Eine Erkenntnis des Projekts ist: Gesungene Melodie und gezeichnete Linie verbinden sich zu etwas Neuem.

Für Verdier wird die kreisende Energie des Gesangs zu einem Wirbel, den sie als Atemsäule bezeichnet. Ein Energiewirbel, der hier zum Sinnbild der Lebenswende des
Paulus wird.

Edith Wiens lehrt 12 Jahre an der Musikhochschule Juilliard in New York.
Zusammen mit Fabienne Verdier startet sie ein ungewöhnliches Projekt: mit ihrer „master class for young voices“ treffen sich Bildende Kunst und Musik. Fabienne Verdier malt oder zeichnet, während sie der Musik lauscht.

Dabei erlangt sie verschiedene, wichtige Erkenntnisse in Bezug auf ihre Malerei.
Besonders Haltung und Atmung von Edith Wiens überträgt sich während des Singens auf ihre eigene Körperhaltung. Sie erlangt eine lebendigere Linie.

In dem Video ist ein Auszug aus einer Konzertarie für Sopran (höchste Stimmlage des Gesangs) und Orchester von Wolfgang Amadeus Mozart (Bella mia fiamma, addio / Meine schöne Flamme, ade, 1787) zu hören. Verdier arbeitet auf einem transparenten
Bildträger, der von unten gefilmt wird. Das digitale Filmmaterial wird später farblich umgekehrt und rot eingefärbt. Auf diese Weise wirkt die Hand der Künstlerin selbst wie ein Teil des Bildes, welches sich bewegt.