Ich gehe, aber wohin?
Rußtinte
Albert von Le Coq (1860–1930, Sammler)
Staatliche Museen zu Berlin, Ethnologisches Museum, Inv.-Nrn. I B 2870 a-e
Ob Paulus seine Briefe selbst schreibt oder diktiert, bleibt offen. Sicher ist: Schreiben im Römischen Reich ist aufwändige Handarbeit. Man schreibt langsam, mit Griffel, Feder oder Rohr, Buchstabe für Buchstabe. Tinte stellt man aus Ruß selbst her. In handlichen Stücken getrocknet, eignet sie sich sogar für die Reise
Griffel aus Bronze, Bein oder Horn dienen zum Schreiben auf Wachstafeln. Diese werden für Notizen, Entwürfe und Alltagskorrespondenz genutzt. Für längere Texte nutzt man Papyrus, Tinte und den Calamus, ein Schilfrohr als Schreibfeder.
Zusammen zeigen die Objekte, unter welchen technischen und materiellen Bedingungen die Briefe des Paulus entstanden, überliefert und verbreitet wurden.