Ich gehe, aber wohin?
Ohne Titel (Paulussturz)
H.C.F., ausgeführt von Gerardus de Jode
um 1590
Kupferstich
Domschatz Münster, Inv.-Nr. Gr.059
Francois Ragot nach Peter Paul Rubens
zwischen 1648–1657
Kupferstich
Domschatz Münster, Inv.-Nr. Gr.083
Die zwei Grafiken stehen stellvertretend für unzählige Kunstwerke, die den Paulussturz zeigen. Die Kupferstecher Ragot und de Jode treiben das Geschehen vor Damaskus dramatisch auf die Spitze. In der Bibel wird kein Reittier erwähnt. Die Kunstschaffenden der Vergangenheit stellten den Sturz aber vielfach als chaotische Szene mit Gefolge und Pferden dar
François Ragot führte seinen Kupferstich nach einem Bild von Peter Paul Rubens aus. Das Original des Malers stammt aus dem ehemaligen Kaiser Friedrich Museum in Berlin (heute Bode-Museum).
Es wurde vermutlich im Mai 1945 in einem der zwei verheerenden Brände im Flakbunker Friedrichshain zerstört. Im Ashmolian Museum in Oxford hat sich aber die Ölskizze als Vorstudie zu dem Gemälde erhalten.
Saulus Iter faciebat Damscum ut discipulos Domini vinctos
perduceret in Hierusalem, cum subito circumfulsit cum lux de
coelo et cadens in terram audiuit vocem dicentem Saule &c. Ego
sum Iesus quem tu perfequeris. Act.ap. Cap. 9 /
[Saulus war auf dem Weg nach Damaskus, um die Jünger des Herrn
in Fesseln nach Jerusalem zu bringen, als ihn plötzlich ein
Licht vom Himmel umstrahlte; er fiel zu Boden und hörte eine
Stimme, die sprach: „Saulus ... ich bin Jesus, den du
verfolgst.“]
Sternitur in terram caelesti fulmine Saulus, Vasque fit
electum Paulus abhoste die. Acto:9 /
[Saulus wird von einem himmlischen Blitzschlag zu Boden geworfen, und Paulus wird an jenem Tag zu einem auserwählten Werkzeug.]